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„Short of Breath, Think COPD.“ Denken Sie bei Kurzatmigkeit an COPD.

  • Autorenbild: Valerie Pinheiro Gumprich
    Valerie Pinheiro Gumprich
  • 19. Nov.
  • 2 Min. Lesezeit

So lautet das Motto des diesjährigen Welt-COPD Tages am 19.11.2025.


Als Physiotherapeuten untersuchen wir die Auswirkungen von COPD (Chronisch Obstruktive Lungenerkrankung) auf die körperliche Funktionsfähigkeit. Wir definieren gemeinsam Therapieziele und entwickeln einen individuell angepassten Behandlungs- und Trainingsplan. Dabei ist uns wichtig, dass Sie Phasen der Atemnot besser bewältigen können und durch die Therapie ausreichend körperlich aktiv sein können, um das Leben in vollen Zügen zu genießen.


Die häufigsten Fragen möchten wir Ihnen im Folgenden schonmal kurz beantworten:


1. Wird meine COPD wieder besser?

COPD ist eine chronische Erkrankung, die sich nicht vollständig zurückbildet. Aber: Sie können den Verlauf deutlich verlangsamen und Ihre Beschwerden verbessern. Wichtig sind Rauchstopp, Bewegung und das Vorbeugen von Infekten.


2. Warum habe ich so oft Atemnot – selbst bei kleinen Anstrengungen?

Durch COPD sind die Atemwege verengt und die Lunge kann sich schlechter entleeren. Dadurch fühlt es sich an, als ob „zu viel Luft“ in der Lunge bleibt (Überblähung). Atemtherapie wie Lippenbremse und Bauchatmung und regelmäßiges Training helfen, diesen Effekt zu verringern.


3. Warum fühle ich mich so schnell erschöpft?

COPD betrifft nicht nur die Lunge, sondern belastet auch Herz-Kreislauf-System und Muskulatur. Regelmäßiges Training, gute Ernährung und eine optimierte Medikamenteneinstellung helfen, die Leistungsfähigkeit wieder zu verbessern. Im Ausdauerbereich ist ein Intervalltraining empfohlen, dass angepasst an den aktuellen Leistungsstand stattfindet (KNGF, 2020).


4. Was kann ich tun, wenn plötzlich Atemnot auftritt?

Wichtig ist das regelmäßige Üben, um im Falle einer Atemnot die Kontrolle über die Situation zu behalten. Tipps sind: Oberkörper aufrichten und nach vorne abstützen, Lippenbremse anwenden, langsam, gleichmäßig und ruhig atmen. Außerdem können kurz wirkende Inhalationsmedikamente genutzt werden, falls diese verordnet wurden.


Wenn die Atemnot ungewöhnlich stark ist oder nicht abklingt: ärztliche Hilfe holen!


5. Was kann ich selbst tun, um meinen Alltag zu erleichtern?

Mit kleinen Anpassungen wie tägliche Bewegung und einem strukturierten Tagesablauf ist schon viel gewonnen. Atemtechniken sollten regelmäßig geübt werden, planen Sie auch Pausen ein und nutzen Sie eventuell ein Hilfsmittel (z. B. Rollator). Achten Sie darauf die Wohnung gut zu lüften, sowie Rauch und Staub zu meiden.

6. Kann ich noch Sport treiben?

Ja – und es ist sogar sehr wichtig. Regelmäßige Bewegung verbessert die Atmung, senkt die Atemnot, stärkt die Muskulatur und wirkt einer Verschlechterung entgegen. Ein Krafttraining ist 2-3x pro Woche empfohlen (KNGF, 2020). Angepasst an den Patienten werden bevorzugt große Muskelgruppen und die Atemmuskulatur gekräftigt.

 

Literaturangabe:

Koninklijk Nederlands Genootschap voor Fysiotherapie (KNGF). (2020). KNGF guideline on chronic obstructive pulmonary disease (COPD): Practice guideline (V-06/2020). https://www.kennisplatformfysiotherapie.nl/app/uploads/sites/2/2024/10/kngf-guideline-on-chronic-obstructive-pulmonary-disease-copd-2020-practise-guideline.pdf

 
 
 

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